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Aktuelles vom Moosrand

Am Moosrand war es in den letzten Wochen ungewöhnlich still.

Nicht, weil keine Geschichten entstanden sind.

Ganz im Gegenteil.

Seit vier Wochen sind wir mit unserer Website beschäftigt. Viele Dinge mussten überarbeitet, angepasst oder vorübergehend aus dem Shop genommen werden. Manche Produkte dürfen in ihrer bisherigen Form nicht mehr angeboten werden, andere brauchen neue Hinweise, Altersangaben und Kennzeichnungen.

Alvar sitzt deshalb seit Wochen auf seinem Balkon, den Laptop vor sich und den Kaffee daneben.

Zwischendurch schaut er über den Moosrand und denkt nach.

Zum Glück muss er das nicht alles allein schaffen. Auch Freya und Aurora helfen mit, wo sie können. Gemeinsam arbeiten sie sich Schritt für Schritt durch all die Änderungen.

Mehr als 800 Gewährleistungslabel warten noch darauf, ihren Platz zu finden. Und auch der Shop bleibt deshalb noch ein wenig im Wartungszustand.

Wir sind noch nicht fertig.

Aber wir sind dabei.

Und weil nach Tabellen, Hinweisen, Kennzeichnungen und langen Arbeitstagen irgendwann auch wieder ein bisschen Moosrand sein muss, öffnen wir heute eine kleine Tür.

Wir sind noch da. 


Bitte nicht stören. Wichtel denkt.

16. August 2026


Aktuell nur Abholung am Moosrand
Alvars Online-Shop bleibt seit dem 10. August vorübergehend im Wartungsmodus. Bestellungen sind weiterhin möglich, derzeit jedoch ausschließlich zur Abholung am Moosrand.


Manchmal muss ein Wichtel einfach innehalten.

Seit dem 10. August ist Alvars Online-Shop im Urlaubsmodus. Bestellungen sind weiterhin möglich – aber im Moment nur zur Abholung am Moosrand.

Und nein: Es liegt nicht daran, dass Alvar plötzlich nicht mehr nach Österreich versenden kann.

Das macht er schon seit 2023 nicht mehr. Bestellen darf dort selbstverständlich jeder. Wenn die Voraussetzungen für einen Versand nicht erfüllt sind, storniert Alvar die Bestellung und erstattet das Geld. Oder man kommt einfach selbst zum Moosrand.

Warum also die Pause?

Alvar sitzt vor seinen Versandkisten und versucht zu verstehen, was er mit ihnen künftig noch darf. Die Regeln rund um Verpackungen haben sich verändert. Und plötzlich gibt es Wörter wie Erzeuger, Hersteller und Inverkehrbringer, bei denen selbst ein Wichtel erst einmal ganz tief durchatmen muss.

„Schon wieder solche Schubladen“, murmelt Aurora.

„Im Vulkan ist es Magma. Außerhalb Lava. Und bei den Menschen bekommt offenbar auch alles noch ein eigenes Wort.“

Alvar seufzt.

Er könnte einfach weitermachen.

Andere machen es schließlich auch.

Und manche sagen: „Wird schon nichts passieren.“

Aber genau das wäre nicht der Moosrand.

Freya schüttelt den Kopf.

„Wir können doch nicht danach gehen, was die anderen machen.“

Also macht Alvar etwas, das vielleicht viel schwieriger ist:

Er hält an.

Er versucht zu verstehen, was nun gilt. Er wird die Vorgaben der Zentralen Stelle nicht einfach ignorieren. Er sucht nach einer Lösung und überlegt, wie er künftig mit neuen, korrekt konformen Verpackungen und Füllmaterialien arbeiten kann.

Und das dauert.

Denn hinter ihm wartet schließlich sein eigentliches Leben.

Das Atelier. Seine Wichteltüren. Seine Kunden. Seine Ideen.

Und Finn steht schon mit seinem Einkaufskorb da und wartet auf Abholung.

Auf Alvars Kasse liegt deshalb vorerst nur ein kleiner Zettel:

„Bitte nicht stören. Wichtel denkt.“

Und draußen?

Da hat es in der Nacht endlich geregnet.

Zum Glück ohne Asche.

Aber der Regen roch nach Rauch.

Europa brennt.

Der Boden braucht Wasser.

Und während draußen dieser eigenartige Rauchregen fällt, sitzt Alvar drinnen und denkt über Verpackungen nach.

Nicht, weil Verpackungen wichtiger wären als die Welt.

Sondern gerade weil er ein Teil dieser Welt ist.

Vielleicht kann ein kleiner Wichtelkrämer die Welt nicht retten.

Aber er kann entscheiden, welchen Teil er selbst beitragen möchte.

Er kann hinschauen.

Nachfragen.

Innehalten.

Und versuchen, Teil der Lösung zu sein.

Auch wenn es länger dauert.

Auch wenn es kompliziert ist.

Auch wenn andere sagen: „Warum ausgerechnet wir?“

Aurora seufzt.

Weil wir alle Teil dieser Welt sind. Und weil Europa brennt.

Und so denkt Alvar weiter.

Manchmal muss ein Wichtel einfach innehalten.

Seit dem 10. August ist Alvars Online-Shop im Urlaubsmodus. Bestellungen sind weiterhin möglich – aber im Moment nur zur Abholung am Moosrand.

Und nein: Es liegt nicht daran, dass Alvar plötzlich nicht mehr nach Österreich versenden kann.

Das macht er schon seit 2023 nicht mehr. Bestellen darf dort selbstverständlich jeder. Wenn die Voraussetzungen für einen Versand nicht erfüllt sind, storniert Alvar die Bestellung und erstattet das Geld. Oder man kommt einfach selbst zum Moosrand.

Warum also die Pause?

Alvar sitzt vor seinen Versandkisten und versucht zu verstehen, was er mit ihnen künftig noch darf. Die Regeln rund um Verpackungen haben sich verändert. Und plötzlich gibt es Wörter wie Erzeuger, Hersteller und Inverkehrbringer, bei denen selbst ein Wichtel erst einmal ganz tief durchatmen muss.

„Schon wieder solche Schubladen“, murmelt Aurora.

„Im Vulkan ist es Magma. Außerhalb Lava. Und bei den Menschen bekommt offenbar auch alles noch ein eigenes Wort.“

Alvar seufzt.

Er könnte einfach weitermachen.

Andere machen es schließlich auch.

Und manche sagen: „Wird schon nichts passieren.“

Aber genau das wäre nicht der Moosrand.

Freya schüttelt den Kopf.

„Wir können doch nicht danach gehen, was die anderen machen.“

Also macht Alvar etwas, das vielleicht viel schwieriger ist:

Er hält an.

Er versucht zu verstehen, was nun gilt. Er wird die Vorgaben der Zentralen Stelle nicht einfach ignorieren. Er sucht nach einer Lösung und überlegt, wie er künftig mit neuen, korrekt konformen Verpackungen und Füllmaterialien arbeiten kann.

Und das dauert.

Denn hinter ihm wartet schließlich sein eigentliches Leben.

Das Atelier. Seine Wichteltüren. Seine Kunden. Seine Ideen.

Und Finn steht schon mit seinem Einkaufskorb da und wartet auf Abholung.

Auf Alvars Kasse liegt deshalb vorerst nur ein kleiner Zettel:

„Bitte nicht stören. Wichtel denkt.“

Und draußen?

Da hat es in der Nacht endlich geregnet.

Zum Glück ohne Asche.

Aber der Regen roch nach Rauch.

Europa brennt.

Der Boden braucht Wasser.

Und während draußen dieser eigenartige Rauchregen fällt, sitzt Alvar drinnen und denkt über Verpackungen nach.

Nicht, weil Verpackungen wichtiger wären als die Welt.

Sondern gerade weil er ein Teil dieser Welt ist.

Vielleicht kann ein kleiner Wichtelkrämer die Welt nicht retten.

Aber er kann entscheiden, welchen Teil er selbst beitragen möchte.

Er kann hinschauen.

Nachfragen.

Innehalten.

Und versuchen, Teil der Lösung zu sein.

Auch wenn es länger dauert.

Auch wenn es kompliziert ist.

Auch wenn andere sagen: „Warum ausgerechnet wir?“

Aurora seufzt.

Weil wir alle Teil dieser Welt sind. Und weil Europa brennt.

Und so denkt Alvar weiter.



Aktueller Stand

Alvar arbeitet an einer Lösung für den Versand. Bis dahin ist eine Abholung am Moosrand möglich. Sobald sich etwas ändert, wird es hier bekannt gegeben.


Frankfurter Neue Presse 23. November 2025

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